Lehrlingsmediation ⋆ Bei Problemen mit dem Lehrling: Streit.Werk.Statt!

Lehrlingsmediation

Z´sam raufen oder trennen?

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S.O.S ! – Lehrlingsmediation

Stress mit dem Lehrling? Aber Mediation, muss das wirklich sein?

 

Ein Kaktus ist weniger stachelig und picksig als die Zusammenarbeit mit Ihrem Lehrling?Sie sprechen nicht dieselbe Sprache? Dauernd Probleme mit dem Lehrling? Die Leistung könnte besser sein? Alles Reden hilft nicht? Sie fragen sich, wie das weiter gehen soll?

Die gute Nachricht: Das können wir ändern!

Ich weiß Abhilfe, wenn´s beim „Miteinander“ hakt. 

Mit Mediation und Klärungsgespräch finden wir heraus, was es braucht, damit die Zusammenarbeit funktioniert. Möglicherweise stellen wir auch fest, dass die Trennung die bessere Lösung ist. Auf jeden Fall haben Sie und Ihr Lehrling danach Klarheit. Damit treffen Sie die richtige Entscheidung.

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Diese Fragen beschäftigen die meisten Arbeitgeber und Lehrlinge, sobald das Thema „Lehrlingsmediation“ zur Sprache kommt.

 

Was ist eine Lehrlingsmediation?

 

Die Lehrlingsmediation ist eine von einer/m Mediator*in angeleitete Aussprache zwischen den Beteiligten. Zumeist sind das der Lehrling und der /die Lehrberechtigte. Eltern, eine Vertrauensperson und eventuell andere Beteiligte können (müssen) beigezogen werden.

Die Lehrlingsmediation ist vom Gesetz vorgeschrieben, wenn eine außerordentliche Auflösung des Lehrverhältnisses angedacht wird. Sie muss aber nicht zwangsweise die Auflösung zur Folge haben. In der Mediation wird herausgearbeitet, woran es in der Zusammenarbeit hapert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse, kann eine solide Entscheidung getroffen werden. Sprechen sich beide Seiten für eine Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses aus, wird eine Vereinbarung mit neuen  Regeln der Zusammenarbeit geschlossen. Kommt man zu dem Schluss, dass die Auflösung des Lehrverhältnisses der bessere Weg ist, dann trennt man sich mit wertschätzend mit Handshake.

Jeder gewinnt durch diesen Prozess. In einer Ausbildung zu verharren, die nicht passt, ist kein guter Start ins Berufsleben. Einen Lehrling auszubilden, dessen Talente andere sind, als die Lehrstelle erfordert oder mit dem man auf menschlicher Eben keine Basis findet, ist täglicher Frust. Auch ein sorgsames Auswahlverfahren kann nicht alles vorhersagen. Manches zeigt sich erst beim täglichen Tun.

 

§ 15a Berufsausbildungsgesetz (BAG): Ausbildungsübertritt

 

Dieser Paragraph des Berufsausbildungsgesetzes regelt die Fristen und Modalitäten der außerordentlichen Auflösung des Lehrverhältnisses, dem sogenannten Ausbildungsübertritt.

Fristen:

LEHRVERHÄLTNIS (LV) außerordentliche Lösung (ao) Einseitige Erklärung  des/der Lehrberechtigten o. des Lehrlings
LV endet mit dem  Ablauf des letzten Tages des 12. Monats 1 Monat davor
LV endet mit dem Ablauf des letzten Tages des 24. Monats  1 Monat davor
MEDIATIONS-VERFAHREN Erklärung über die Absicht der ao Lösung und der Mediation durch den Lehrberechtigten Auftrag für die Mediation Zwingendes Ende der Mediation (mind. 1 Termin)
12 Monate Ende des 9. Monats Ende des 10. Monats 5 Werktage vor Ende des 11. Monats
24 Monate  Ende des 21. Monats Ende des 22. Monats 5 Werktage vor Ende des 23. Monats
Wann muss die Lehrlingsmediation gemacht werden?

 

Wenn der Lehrberechtigte die außerordentliche Lösung des Lehrverhältnisses in Erwägung zieht, schreibt § 15a BAG zwingend die Mediation vor. Erklärt der Lehrling jedoch, dass er auf das Mediationsverfahren verzichtet, kann diese unterbleiben.

 

Kann jede Mediatorin die Lehrlingsmediation machen?

 

Nein. Nur ein eingetragener Mediator darf die Lehrlingsmediation machen. Eingetragene Mediatorinnen sind auf der Liste des BMJ zu finden. Ist ein Mediator eingetragen, genießen Sie als Klientin zusätzlichen Schutz bezüglich Verschwiegenheit und Fristenhemmung. Zusätzlich dürfen Sie darauf vertrauen, dass es sich um eine Mediatorin handelt, die Mediation laufend ausübt und demgemäß Ihnen mit Erfahrung und Kompetenz zur Seite stehen wird.

 

Was muss beachtet werden?

 

Sie müssen vor allem die Fristen beachten. Zu dem muss der Lehrling die Möglichkeit haben, den Mediator auszuwählen. Das heißt, es müssen dem Lehrling, zwei weitere Vorschläge gemacht werden, wenn die erste Mediatorin abgelehnt wird. Am besten Sie wenden sich frühzeitig an die Mediatorin, um nichts zu übersehen.

 

Wann ist die Lehrlingsmediation sinnvoll?

 

Immer, wenn es mit dem Lehrling nicht glatt läuft. Meine klare Empfehlung ist es, nicht so lange zu warten bis das Gesetz sagt, dass sie zu machen ist. Sie sparen sich eine Menge Nerven, Aufwand und Kosten, wenn Sie bei Problemen eine Aussprache unter professioneller Anleitung nutzen. Der Output ist wertvoll und lässt Sie schneller und effizienter handeln.

 

Wobei hilft sie?

 

Die Lehrlingsmediation bzw. das Klärungsgespräch hilft, wenn die Gespräche miteinander nichts mehr bringen. Wenn Sie das Gefühl haben, Ihre Botschaften kommen beim Lehrling nicht an. Wenn Sie Ihren Lehrling nicht verstehen können, wenn es einem von Ihnen beiden schwer fällt die richtigen Wort zu finden, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt, aber keinen Grund dafür finden können. Durch den externen Profi ist das Gesprächsklima sofort verändert ( zu 99,9% zum Positiven ;)). Sie hören einander, oft das erste Mal richtig. Der Experte führt Sie so durch das Gespräch, dass die Dinge zur Sprache kommen, um die es wirklich geht. Dinge, die gerne im Verborgenen bleiben, wenn sie nicht an die Oberfläche gebeten werden. Klärungsgespräch und Mediation sind immer aufschlussreich und werden als Gewinn für beide Seite empfunden.

 

Ich rede mit meinem Lehrling jeden Tag. Warum sollte das Gespräch in der Mediation etwas verändern?

 

Ihre täglichen Gespräche sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Zusammenarbeit. Diese Gespräche werden allerdings zur Routine. Wenn Ihr Lehrling zum xten Mal von Ihnen dasselbe hört, geht es vermutlich beim einen Ohr rein und beim anderen raus. Das liegt nicht daran, dass Ihr Lehrling unerhört ist, sondern es ist einfach menschlich.

Wenn es im Miteinander wird, wird das „sachliche“ Zuhören fast unmöglich. Immer mehr „Zwischenmenschliches“ steht im Weg, und verändert den sachlichen Inhalt. Mit jedem Wort wird Ärger, Frust und Unzufriedenheit mitgeschickt. Schnell empfinden beide Seiten fehlende Wertschätzung, Respektlosigkeit, verlieren die Freude am Gemeinsamen bis zuletzt Hoffnungslosigkeit eintritt. Mit diesem zwischenmenschlichen Ballast klappt kein vernünftiges Gespräch mehr.

Jetzt braucht es braucht eine Expertin, die den Ballast für Sie in bearbeitbare Häppchen packt. Einen Profi, der die Botschaften wieder hörbar macht und die emotionalen Differenzen auflösbar. Dafür gibt es eingetragene Mediatorinnen. Menschen, die ausgebildet sind, zwischen den Zeilen zu lesen, zu deeskalieren, Gespräche zu ermöglichen und auf Fairness und Chancengleichheit zu achten. Mediatoren sind die Experten für Gesprächsblockaden & eskalierende Kommunikation.

 

Was kann in einer Mediationsvereinbarung geregelt werden?

 

Die Mediationsvereinbarung ist ein wundervolles Werkzeug. Sie ist so flexibel, wie die Zusammenspiel zwischen Lehrling und Lehrberechtigten. Ihre inhaltlichen Grenzen findet sie im Gesetz. Es darf nichts vereinbart werden, das dem Gesetz widersprechen würde.

Jedenfalls enthalten sind die Regeln für die künftige Zusammenarbeit und sämtliche Vereinbarungen die gemeinsam in der Mediation erarbeitet wurde. Die Mediationsvereinbarung gibt dem Zwischenmenschlichen Ausdruck und unterstreicht seine Wertigkeit. Durch die Schriftlichkeit bekommen die gefundenen Lösungen eine nachhaltige Wirkung. Sie wird von allen Beteiligte unterzeichnet.

 

Was passiert, wenn trotz Mediation, die Leistung schlecht bleibt?

 

Das kann passieren. Aber die Erfahrung zeigt, dass das wirklich die absolute Ausnahme ist. Manchmal ist die Zeit für eine gründliche Erörterung sehr knapp bemessen. Dann könnte es sein, dass eine Entscheidung aufgrund eines nur oberflächlichen Eindrucks getroffen wird. Das gilt natürlich für jede Entscheidung, also die Fortsetzung des Lehrverhältnisses und die Auflösung desselben. Ich rate dazu, sich lieber ein paar Stunden länger miteinander auseinanderzusetzen, als danach festzustellen, dass nicht alles geklärt wurde. Es bleibt einem nämlich nicht erspart. Die einvernehmliche Auflösung des Lehrverhältnisses steht ohnehin immer zur Verfügung.

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